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Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert

Wer vom Besucherparkplatz des Museumsparks an dem ersten Gebäude in der Heinitzstraße 11 vorbeikommt, erkennt an einigen Fensterelementen und Türen, dass das Gebäude älter ist als viele in der Gegend. Aber durch die vielen Anbauten im Laufe der Zeit und Unkenntlichmachen der Ursprungsfassade durch DDR-Putzarbeiten erkennt man kaum, dass man hier eines der ältesten Gebäude der Gegend vor sich hat – und mithin eines der ältesten Verwaltungsgebäude der Region.

Hier wurde 1769 das neu gegründete Bergamt Rüdersdorf eingerichtet, 1774 führten hier Oberberghauptmann Waitz von Eschen und 1777 Friedrich Anton von Heinitz Dienstgespräche. Von 1831 bis 1945 bewohnten vorwiegend die jeweiligen Bergwerksdirektoren das Haus. Nach 1945 befand sich in diesem Gebäude die sowjetische Kommandantur.

Viele Rüdersdorfer kennen das Gebäude als ihren Kindergarten, der am 03.07.1946 eröffnete, vorrangig für die Mitarbeiter des Zementwerkes, der bis zur Wende bestand.

Die Substanz aus dem 18. Jahrhundert wird bei den Sanierungsarbeiten nun sichtbar. Bei Testöffnungen der Innenwände im "Kaminzimmer" kommt nun das originale Fachwerk des Ursprungsbaujahres zum Vorschein. Im ehemaligen Café konnte man die Balken schon immer bewundern, auch wenn kaum jemand das echte Alter ahnt oder weiß, dass dies die ehemalige Fachwerk-Außenwand der Gründungszeit war. Das 18. Jahrhundert erkennt man auch beim alten Kellergewölbe unter dem jetzigen Souterrain und beim Fußbodenaufbau des Erdgeschosses. Das gut erhaltene Gebälk wird vom Keller aus saniert und brandschutztechnisch neu verpackt, die zwar nicht mehr orignale, aber gut erhaltene Dielung darüber wird erhalten für die Gasträume.


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