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Sanierung Rumfordofen I

In unserem Projektteil, der sich mit der Sichtbarmachung der Kolonie Hinterberge und der Heinitzstraße beschäftigt, ist auch die Instandsetzung des Rumfordofens I enthalten. Der 1805 errichtete und 1816 umgebaute Ofen ist der älteste seiner Art. Und somit legte er mit seiner Funktionsweise wohl mit den Grundstein für alle folgende Industrialisierung – wo wären die Eisenhütten der Industriellen Revolution ohne die Dauerbefeuerung... Dieses Industriekultur-Erbe bewahren wir nun, indem Bewuchs entfernt, neu verfugt (mit historischem Mauer- und Fugenmörtel) und maroder Kalkstein ausgetauscht wird. Die Rumfordöfen waren ursprünglichster Teil der Heinitzstraße, der zweite der beiden polygonalen Öfen wurde sogar viele Jahre als Wohnung genutzt. So ist die Erhaltung des Rumfordofens I ein ganz wichtiger Baustein für das Erleben der Vergangenheit Rüdersdorfs.

Die Restaurierungsfirma geht ganz behutsam vor und hat ein großes Puzzle vor sich: viele marode gewordene Kalksteine müssen ersetzt werden durch neue, die entsprechend behauen werden. Die Fugen müssen so realisiert werden, dass man die Struktur weiterhin erkennt. Das Ergebnis ist eines, wie es sich Denkmalschützer wünschen: Man kann die neuen Steine und Fugen kaum sehen, so perfekt wurde der Urzustand wieder hergestellt.


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